 Schweinegesundheitstag für Landwirte und Hoftierärzte
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| SchweinehalterInnen und ihre Hoftierärzte im Sektionsraum der TiHo Hannover, Außenstelle Bakum | Beim letzten Gruppentreffen im November 2009 haben die Bioland-Schweinehalter beschlossen, einen Schweinegesundheitstag an der TiHo Hannover durchzuführen. Folglich kamen sie auf Einladung der Fachgruppe Schwein Nord-West am 22. Juni mit fünf Veterinärmedizinern bei herrlichem Wetter in der Außenstelle Bakum, der größten diagnostischen Einrichtung für Schweine in Deutschland, zusammen. Der Institutsleiter, Prof. Dr. med. vet. Thomas Blaha, hat sehr eindrucksvoll die Zusammenhänge zwischen den Haltungssystemen und der Gesundheit der Tiere aufgezeigt: „Gesundheit entsteht durch das, was der Mensch mit den Tieren tut!“ Dabei postulierte er, dass die Gesellschaft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung von der gesamten Landwirtschaft „Gesunde Lebensmittel von gesunden Tieren“ fordern wird – er sieht das auch durch die Praxis in 20 Jahren konsequent umgesetzt. Dabei steht bei veterinär-medizinischen Betrachtungen zu Gesundheit und Tierwohl allgemein nicht mehr wie bis in die 80er Jahre das Einzeltier im Vordergrund, sondern der gesamte Bestand.
Anschließend wurden zwei Ferkel und zwei Mastschweine, die Teilnehmer aus ihren Ställen mitgebracht haben, im Sektionsraum geöffnet. Auf sehr anschauliche Weise durften die Bauern daran teilhaben, wie die Organe der Reihe nach betrachtet wurden. Der erste visuelle Eindruck entschied dann darüber, ob Proben für die Pathologie oder die Histologie entnommen wurden. Mit den Hoftierärzten entstanden während dessen immer wieder intensive Diskussionen, wie mögliche Krankheitsbilder therapiert werden können und was deren Ursache ist. Flankierend dazu brachten Frau Dr. Gellermann und Herr Dr. Meyer zu Vilsendorf, Veterinäre des Landkreis Uelzen, innere Organe vom Schlachthof mit. Hier durften die Bauern und Bäuerinnen selben tasten, wie sich gesunde Gewebe anfühlen. Dr. Matthias Link stellte deutlich heraus, das eine offene und regelmäßige Gesprächsbeziehung zwischen den Landwirten und ihren Hoftierärzten die Grundlage für gesunde Tierbestände darstellen. Dabei sei es wichtig, dass der Tierarzt nicht von der Abgabe der Medikamente lebt, sondern für seine Beratungsleistung bezahlt wird. In der abschließenden Darstellung zeigte Henning Niemann die ausgesprochen positiven Entwicklungen bei ausgewerteten Organbefunden – auch eine Leistung des aktuell in Niedersachsen laufenden Schweinegesundheitsprojektes! Dabei haben wir gemeinsam resümiert, dass unter diesen Vorzeichen noch reichlich Marktpotenziale erschlossen werden können. zur Vermarktungsberatung Fleisch & Wurstwaren
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