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Die heimische Vogelwelt erkundet
03.06.2010 - Bremer Nachrichten / Weser-Kurier - Statteilumschau
Informationsveranstaltung aufdem Bioland-Hof Kaemena im Blockland lockte viele Besucher
Jeder Teilnehmer der vogelkundlichen Exkursion auf dem Bioland-Hof Kaemena bekam ein Fernglas von Birgit Petersen (Zweite von rechts) vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen, um die dort lebenden Vögel besser betrachten zu können. DEK·FOTOS: SABINE VON DER DECKEN
VON SABINE VON DER DECKEN
Blockland. Mit einem ganz konkreten Anliegen kamen Doris Michaelis und Petra Dreyer auf den Bioland-Hof Kaemena im Blockland. Und dabei stand das Eis der Familie Kaemena an diesem Tag nicht an erster Stelle, denn die beiden Lilienthalerinnen bewegte eine Frage zu den bei ihnen im Garten nistenden Meisen. Birgit Petersen vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen und Amo Schoppenhorst, BUND Bremen, gaben während der Informationsveranstaltung, die im Rahmen des Projekts "Fliegende Freunde -Fleder mäuse, Vögel und Insekten" Einblicke in die Lebensweise der heimischen Vögel und konnten so manche Unklarheit an diesem Tag beseitigen.
Während fünf Rundgängen über den Hof erfuhren die Besucher des Eiscafés und Vogelliebhaber Wissenswertes über die heimische Vogelwelt. Vor die Linse der Ferngläser kamen den Teilnehmern Meisen, Bachstelzen, Ringeltaube, Bussard und Teichrohrsänger. In ihrem Garten beobachten Doris Michaelis und Petra Dreyer gerne die dort lebenden Vögel. Sie wollten von Birgit Petersen wissen, warum die bei ihnen nistenden Meisen so schnell ihren Nistkasten wieder verlassen. Arno Schoppenhorst und Birgit Petersen vermuteten, dass die Höhlenbrüter den Nistkasten als Beuteort verstehen und daher so schnell wie möglich die Jungvögel an einen sicheren Ort bringen.
Schwalben aus der Nähe betrachtet Dass nicht den Ansprüchen genügende Nistkästen auch Todesfallen sein können, wussten Petersen und Schoppenhorst zu berichten. Aus diesem Grund stellten sie verschiedene Nistplatzangebote vor, die nach Vorgaben des Nabu gebaut worden waren. Von den im Kuhstall nistenden Rauchschwalben, die sie aus nächster Nähe beobachten konnten, waren Sabine und Marianne von Machni ganz begeistert. Die beiden Bremerinnen verbanden ihre Leidenschaft für Eis mit einem vogelkundlichen Rundgang über den Hof.
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Auch ein "Insektenhotel" gefüllt mit den Eiern der Solitärbiene gehört zu den Nistplatzangeboten, die Birgit Petersen den Teilnehmern des vogelkundlichen Hofrundgangs zeigte. Aaren Folkner war der jüngste"Vogelkundler" des ornithologischen Rundgangs auf dem Blocklander Bioland-Hof Kaemena. DEK |
Bei dem von der Niedersächsischen Lottostiftung geförderten Projekt "Fliegende Freunde" machen sich landwirtschaftliche Betriebe mit Unterstützung des Bioland Verbands und der Naturschutzberatung KON stark für bessere Lebensbedingungen der fliegenden Mitbewohner.Auch die Familie Kaemena beteiligt sich an diesem Projekt durch die Anbringung von Quartier- und Nistplatzangeboten. Ganz neu ist das große Mehlschwalbenhaus auf dem Gelände des Biohofs, an das die Vögel ihre selbstgebauten Nester hängen können, aber auch in bezugsfertige Eigenheime ziehen können. Nötig werden diese Angebote , weil an den glatt verputzten Fassaden der Häuser Mehlschwalbennester nicht ausreichend Halt finden. Früher war diese Schwalbenart auf jedem Hof zu Hause, so Bernhard Kaemena, der ihnen im Blockland mit dem neuen Mehlschwalbenhaus ein neues Wohnungsangebot macht. Aber nicht nur die Wohnung muss vorhanden sein für Fledermaus, Vogel und Insekten, wichtig ist zudem ein ausreichendes Nahrungsangebot. Aus diesem Grund verteilte Birgit Petersen an die Teilnehmer des ornithologischen Hofrundgangs Tüten prall gefüllt mit den Samen von 16verschiedenen Blühpflanzen, die einen reich gedeckten Tisch versprechen. Nicht nur die Auswahl und Anbringung der richtigen Nisthilfe war Inhalt der Veranstaltung, sondern auch die Auffrischung der Vogelstimmen identüizierung. Aus diesem Grund beteiligte sich Dörte Mahlstedt, . denn sie wollte ihre Kenntnisse wieder erneuern. Während des Rundgangs über den Bioland- Hof erfuhren die Teilnehmer zudem Interessantes und Verblüffendes. 'Vielen nicht klar war die Tatsache, dass bei einer Meisenfamilie pro Jahr 50 Kilogramm Insekten auf dem Speiseplan stehen. Auch der Storch verschmäht weder Hasen- noch Kaninchenjunge wie auch junge Stare, be richteten Arno Schoppenhorst und Birgit Petersen. zurück
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