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Produktionsintegrierte Kompensation durch den ökologischen Landbau – Praxis und Transfer in die (Fach-)Öffentlichkeit

Bei der Nutzung freier Flächen für Bauvorhaben oder zum Abbau von Bodenschätzen werden der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung in der Regel zusätzliche Flächen durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen entzogen. Dieser Flächenentzug wird anhaltend kritisch bewertet. Eine Möglichkeit, den Flächenverbrauch zu vermindern, besteht in der Realisierung von produktionsintegrierten Kompensationsmaßnahmen (PIK) auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Landwirtschaftliche Flächen können mit diesem Instrument naturschutzfachlich aufgewertet werden und bleiben dennoch in der Produktion. Die Umstellung auf Ökolandbau bedeutet eine naturschutzfachliche Aufwertung und ist somit prinzipiell als PIK-Maßnahme anzuerkennen.

Im Rahmen mehrerer aufeinander aufbauender Projekte zum Thema „Möglichkeiten der Kompensation durch den ökologischen Landbau“, die seit dem Jahr 2010 vom KÖN durchgeführt werden, wurde dieser viel versprechende Ansatz praxistauglich gemacht. Ein in der Grafschaft Bentheim umgesetztes Pilotprojekt ist bundesweit auf Interesse gestoßen. Die Begleitung weiterer Praxisprojekte findet in Kooperation mit örtlichen Naturschutzbehörden, mit Maßnahmenträgern, Landwirten und weiteren Beteiligten statt. In 2014/2015 wurden weitere Praxisanfragen und -beispiele unterstützt und tlw. weiter verfolgt.

Die Rechtslage zur Inanspruchnahme von Prämien der 1. und der 2. Säule seit 2014 wirksamen Agrarreform wurde am Beispiel des Betriebes in der Grafschaft Bentheim ausgewertet. Der anhaltenden Diskussion um die Bundeskompensationsverordnung wurde inhaltlich und organisatorisch zugearbeitet.

Die Rechtslage in Niedersachsen wurde durch die gemeinsame Veröffentlichung von Empfehlungen zu PIK mit Ökolandbau im Informationsdienst Naturschutz des NLWKN Niedersachsen geklärt.

In diesem Projekt soll die Weiterentwicklung der Rechtslage ausgewertet werden.

Ein deutlicher Schwerpunkt des Projektes soll neben der Bearbeitung theoretischer Grundlagen weiterhin in der Umsetzung von Maßnahmen im Sinne von „best-practice“ Beispielen liegen.

Zudem soll die Akzeptanz des Ökolandbaus als PIK-Maßnahme bei Landkreisen, Vorhabenträgern, Flächenagenturen, Planungsbüros, Umweltverbänden und Landwirten weiter befördert werden. Zusätzlich soll weiter an der Integration des Themas in die niedersächsische und bundesweite Praxis der Naturschutzberatung gearbeitet werden.

 

Projektlaufzeit: 04.04.2016 – 31.03.2018

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Weiterführende Links:

Sonderdruck "Aufwertung der Agrarlandschaft durch Ökologischen Landbau - eine Möglichkeit der produktionsintegrierten Kompensation?" Sonderdruck aus "Naturschutz und Landschaftsplanung", 2012" download

Beispiele anhand von Beiträgen anläßlich der Fachtagung

 


 
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