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Basisarbeit für den Atlas des Geschmacks
30.06.2010 - allgemeine fleischerzeitung
Europäische Forscher sammeln Sensorikdaten zu ökologischen Erzeugnissen
I egs I Berlin Wie schmeckt Bio? Denn Unterschiede n in den verschieden europäischen Ländern ist eine Forschungsgruppe intensiv auf der Spur, um die Grundlagen für einen ökologischen Geschmacksatlas zu sammeln.
Wissenschaftler, Bio-Verbände und Naturkost-Unternehmen aus sechs europäischen Ländern trafen sich in Berlin, um erste Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt Ecropolis zusammentragenzutragen. Seit 2009 suchen sie nach Antworten auf die Frage, wie den Europäern Bio-Lebensmittel schmecken und warum sie ihnen unterschiedlich schmecken.
Denn Geschmäcker und Vorlieben sind von Land zu Land durchaus verschieden. Außerdem beeinflussen gesetzliche und privatrechtliche Vorgaben für den Anbau und die Herstellung den Charakter eines Lebens mittels. Inzwischen haben Verbraucher in den beteiligten Ländern Deutschland, Frankreich, Italien , Niederlande, Polen und Schweiz eine Reihe von Produkten probiert. Forscher übersetzten die Angaben zu Geruch, Geschmack und Aussehen von Bio-Lebensmitteln in sensorische Profile.
Welche Eigenschaften zählen in welchem Land?
Im Rahmen des europäischen Forschungsprojekts Ecropolis soll auf der Grundlage dieser sensorischen Basisdaten eine Art von Geschmackslandkarte entstehen, die veranschaulicht, welche Eigenschaften von Bioprodukten bei Konsumenten in den beteiligten Ländern besonders hoch im Kurs ste he n. Dabei werden Milchprodukte, Backwaren, Fleischprodukte, Öle, Tomatenprodukte und Äpfel genau unter die Lupe genommen. Was Verbraucher von einem Bio-Produkt erwarten, mündet anschließend in Empfehlungen für die Produktentwicklung und das Marketing von Naturkost-Herstellern. Die Untersuch ungsergebnisse sollen in einer interaktiven Online-Datenbank mit dem Namen OSIS (Organic Sensory Information System) zusammengeführt und öffentlich zugänglich im Internet hinterlegt werden.
Deutsches Bio-Siegel vorn Hersteller vertrauen Zugkraft des bekannten Logos afz Ired IBerlin Zusätzlich zum neuen EU-Bio-Logo,das ab dem 1.Juli 2010 verpflichtend einzusetzen ist, können Lebensmittelhersteller ihre Waren auch in Zukunft mit dem deutschen Bio-Siegel kennzeichnen. Die Mehrheit der heimischen Hersteller wird von dieser Regelung Gebrauch machen.
Das Qualitätsmerkmal "Bio-Siegel" soll weiter im Vordergrund stehen und die Konsumenten gleichzeitig nicht durch die verschiedenen Zeichen verwirrt werden, erläutert beispielsweise Geschäftsführer Bernd Schmitz-Lothmann von der Bio-Zentrale Naturprodukte GmbH im bayerischen Wittibreut das Festhalten an dem sechseckigen deutschen Logo. Auch die BioGourmet GmbH, einer der größten deutschen Anbieter von Bio-Feinkostartikeln, platziert das Bio-Siegel auf der Vorder- und das EU-Logo auf der Rückseite. "Das Siegel ist etabliert und den Verbrauchern bestens bekannt. Dies wollen wir selbstverständlich nutzen", begründet Petra Erhart, Marketingleiterin des Unternehmens aus Bad Grönenbach, die prominente Platzierung des nationalen Zeichens. Eine aktuelle Untersuchung zeigt: Unternehmen, die weiter der Zugkraft des Bio-Siegels vertrauen, liegen richtig. Denn nach einer Umfrage des Nürnberger Marktforschungsunternehmens Konzept & Analyse ist das Bio-Siegel bei den deutschen Verbrauchern das bekannteste Ökozeichen. 87 Prozent der Deutschen ist das sechseckige Siegel vertraut. Unternehmen melden daher auch weiter regelmäßig neue Produkte zur Kennzeichnung mit dem Bio-Siegel an . Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres ließen sich rund 100 Unternehmen bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) als zuständiger Behörde neu registrieren. Im genannten Zeitraum kamen über 1300 neue Produkte hinzu. Bis Ende April 2010 zeigten insgesamt 3551Unternehmen für 57843 Produkte die Nutzung des Bio-Siegels an .
KENNZEICHNUNG Ab Juli müssen vorverpackte Bio-Lebensmittel laut EG-Rechtsvorschrift 834/2007 in der Europäischen Union mit dem neuen EU-Gemeinschaftslogo, einem stilisierten Blattauf grünem Grund, gekennzeichnet werden. Zusätzlich zum verpflichtenden neuen EU-Gemeinschaftslogo können deutsche Hersteller ihre Biowaren auch weiter mit dem nationalen Bio-Siegel und den Zeichen der privaten Verbände kennzeichnen. |
Praktisch pauken
Öko-Seminare fürs Fleischerhandwerk
afz I egs I Bonn • Die erfolgreiche Serie mit Bio-Seminaren speziell für Fleischerhandwerk führt das Bundesprogramm Ökologischer Landl (BÖL) auch 2010 fort. Die bundesweiten Qualifizierungsmaßnahmen richten sich sowohl an Markteinsteiger als auch an Unternehmen, die bereits ökologische Produkte in derVerarbeitungeinsetzen, ihr Bio-Sortiment ergänzen und damit ihren Bio-Absatz ausweiten möchten. FiBL Deutschland führt im Auftrag des BÖL die praxisorientierten Schulungen durch, bei denen zu den meisten Terminen auch eine Betriebsbesichtig zum Programm gehört. Schwerpunkt bei den quer über die Republik verteilten Praxisseminaren ist die Optimierung der Produktqualität. Neben dem Verzicht auf beziehungsweise einer Reduktion von Zusatzsstoffen , beispielsweise das Nitritpökelsalz, wird die Vermarktung von verpacktem Fleisch an Endverbraucher sowie Herstellung von Spezialitäten aus Lamm, Rind und Wildfleisch in den Mittelpunkt einzelner Veranstaltungen gerückt. In den Schulungen werden unter der Anleitung von Hermann Jakob, dem Leiter der Meisterschule für Fleischer in Kulmbach, Wurst- und Fleischwaren produziert und anschießend gemeinsam beurteilt.
Der produktionsbezogene Teil der Veranstaltungen wird durch praxisnahe theoretische Inhalte ergänzt. So werden beispielsweise die ab 1. Juli 2010 geltenden aktuellen Anforderungen an die Kennzeichnung von Bio-Produkten erläutert.
Durch die seminaristisch und in kleinen Gruppen geführten Veranstaltungen ist es möglich, individuelle Bedürfnisse und Wünsche der Teilnehmer zu berücksichtigen: Beispielsweisse können mitgebrachte Produkte besprochen, betriebseigene Rezepturen optimiert und Kennzeichnungen geprüft werden. Die Teilnahme an den Veranstaltgen ist kostenfrei; es wird lediglich eine Verpflegungspauschale in Höhe von 25 Euro erhoben. www.oekolandbau.de Vermarktungsberatung Fleisch- und Wurstwaren
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Genügend Vorlauf für Bio-Logo der EU |
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afz I egs I Frankfurt _ "Es besteht kein Grund zur Eile, nehmen Sie sich Zeit für die Anpassung ihrer Verpackungen." Diesen Rat gab Geschäftsführer Dr.Jochen Neuendorff von der Göttinger Zertifizierungsstelle Gesellschaft für Ressourcenschutz (GfRS). Er stellte mit dem Freiburger Rechtsanwalt Hanspeter Schmidt auf einer Tagung in Frankfurt am Main die wichtigsten Neuerungen der EU-Biokennzeichnung vor. "Es gibt eine großzügige Übergangsfrist bis Juli 2012. Es ist besser, sie zu nutzen", formulierte Schmidt, damit keine Fehler im Einsatz des Logos unterlaufen. |
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