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Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen
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Naturschutzberatung

In Niedersachsen können ökologisch wirtschaftende Betriebe eine Spezialberatung zu allen Fragen im Naturschutz in Anspruch nehmen. Ziel der Naturschutzberatung ist es, eine stärkere Integration von Naturschutzleistungen im ökologischen Landbau zu fördern.

Das KÖN führt eine ganze Reihe von Projekten mit seinen Partnern Bioland e.V. und biolog e.V. durch. Die Partnerschaft ermöglicht es allen Beteiligten, sich gemeinsam mit gebündelten Kräften und Stärken für den Naturschutz im Ökolandbau einzusetzen.


Der ökologische Landbau hat allein durch seine Wirtschaftsweise schon eine Reihe von positiven Effekten auf den Naturhaushalt. Durch den Verzicht auf Pflanzenschutz- und synthetische Düngemittel wird das Bodenleben gefördert, Boden, Luft, Wasser und Klima werden geschützt. Der Ökolandbau zeichnet sich z.B. durch ausgeglichene Nährstoffkreisläufe, weite Fruchtfolgen und einen hohen Humusgehalt aus. Dies fördert die Vielfalt unter den im bzw. am Boden lebenden Tieren, wie z.B. Regenwürmern und Laufkäfern. Ackerwildkräuter werden auch im Ökolandbau reguliert, doch Striegel & Hacke sind nicht so gründlich, die Kulturen häufig lichter, so dass es mehr Wildkräuter auf Bio-Äckern gibt. Dadurch wird die Fläche für viele Tierarten, die Pollen & Nektar brauchen oder sich von anderen Teilen der Pflanze ernähren, interessant. Sind mehr Insekten da, finden wiederum viele andere Tiere mehr Nahrung, so dass nachweislich z.B. auch Vögel und Spinnen auf Bio-Äckern vermehrt vorkommen. Ökolandbau bedeutet mehr Artenvielfalt auf der Fläche!

Doch durch gezielte weitere Maßnahmen, wie z.B. die Anlage von Strukturelementen, kann die Vorreiterrolle des Ökolandbaus im Bereich des Naturschutzes noch weiter ausgebaut werden. Für eine multifunktionale, nachhaltige Landwirtschaft ist die Integration von Naturschutz­leistungen ein wichtiger Bestandteil!
Angesichts der Komplexität des Naturschutzes sind landwirtschaftliche Betriebe bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen für den Naturschutz vielfach auf kompetente Beratung und Hilfestellung angewiesen. Hier setzt die Naturschutzberatung an und unterstützt Betriebe von den ersten Ideen bis zur Planung und Umsetzung. 


Die Naturschutzberatung im KÖN ist für die Landwirte ein " Rund-um-Service"

Die einzelbetriebliche Beratung zu konkreten geplanten Naturschutz­maßnahmen findet vor Ort auf den Betrieben statt. Viele Beratungs­gespräche können zwar auch telefonisch durchgeführt werden. Meist ist jedoch erst vor Ort und bei einer Besichtigung der Flächen und des Hofes die Konkre­tisierung von Natur­schutz­ideen möglich. Seit den Anfängen der Naturschutz­beratung konnten mittler­weile über 500 Betriebs­besuche durchgeführt werden.
 

Unser Angebot umfasst:

  • Beratung vor Ort zu allen Fragen im Themenbereich Naturschutz
  • Gemeinsame Ideenfindung und Entwicklung von Naturs­chutz­maß­nahmen auf dem Betrieb
  • Erstellung von Gesamtnaturschutzplänen, den so genannten Kulturlandplänen
  • Organisation zur Umsetzung von Naturschutzleistungen
  • Fördermittelberatung und Akquise von Geldmitteln für Natur­schutzmaß­nahmen
  • Hilfe bei bestehenden Problemen mit Naturschutz­vertretern
  • Organisation gemeinsamer Aktionen mit NABU, BUND, Jägerschaft oder anderen Gruppen

Hier finden Sie mehr Informationen zu unseren aktuellen Angeboten!

 

Oft scheinen Wirtschaftlichkeit und Naturschutz ein Gegensatz zu sein. Viele landwirtschaftliche Betriebe finden nicht die Zeit, sich mit zusätzlicher Arbeit, die dem Naturschutz zugute kommt, zu belasten. Bisher ist es noch nicht die Regel, dass Landwirte in Niedersachsen durch Tätigkeiten im Naturschutz ein Einkommen erzielen und sich damit ein weiteres Standbein schaffen können. Im Gegenteil muss oft noch Geld bei der Pflege und Neuanlage von Biotopen und Strukturelementen mit eingebracht werden. In der Praxis steht die zusätzliche Arbeitsbelastung durch Naturschutztätigkeiten dem sofortigen, konkreten betriebswirtschaftlichen Nutzen für den Hof gegenüber. Dadurch werden Naturschutzaktivitäten zum Teil eher als Belastung denn als Bereicherung empfunden.

Trotzdem haben viele Betriebe ein Interesse daran, etwas für die Natur zu tun. Es sind die Art der Wahrnehmung und das Wissen um bestimmte Tierarten, Lebensräume oder Landschaften, die das Interesse und die Freude an Naturschutzaktivitäten hervorbringen. Um Naturschutz als ein Betriebsziel anzusehen und hierfür aktiv etwas zu tun, gehört jedoch auch eine Portion Idealismus dazu.

Themen der einzelbetrieblichen Naturschutzberatung sind Maßnahmen im Randbereich, wie z.B. Hecken­pflanzungen- und pflege, Einzelgehölz­pflanzungen, die Anlage und Pflege von Streuobst­wiesen, extensive Bewirt­schaftung feuchter und magerer Grünland­flächen, die Anlage von Ackerrand­streifen und Blüh­flächen, von Teichen und Gewässer­rand­streifen, Hilfsmaß­nahmen für bestimmte Tiergruppen oder die Begrünung von Hofge­bäuden. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Bewirtschaftungsweise der Acker- und Grünlandflächen, denn auch direkt auf den Wirtschaftsflächen können Maßnahmen umgesetzt werden.

 

Auf den folgenden Bildern ist beispielhaft eine Fläche vor und nach der Arbeit der Naturschutz­beratung dargestellt. Die Fläche war für eine intensive Weidenutzung zu feucht. Auf Anfrage des Landwirtes und nach einer Beratung vor Ort, wurden von der Natur­schutz­beratung die Unterlagen für das wasserrechtliche Genehmigungs­verfahren zur Anlage eines Feuchtbiotops zusammen­gestellt und ein Antrag auf Förderung beim Landkreis eingereicht. Die übrige Fläche, die trockener ist, bisher aber auch nur extensiv genutzt wurde, konnte durch die Anlage einer Streu­obstwiese ebenfalls naturschutz­fachlich aufgewertet werden.

2006
2008

2011

 

Durch die Akquise von Drittmitteln bei verschiedenen Sponsoren und als Projekt­partner von biolog – Verein zur Förderung des ökologischen Land- und Gartenbaus Nieder­sachsen e.V. war es der Naturschutz­beratung in den letzten Jahren möglich, eine Vielzahl von verschiedenen Projekten mit Landwirten in Nieder­sachsen umzu­setzen. So konnten Hecken, Streuobst­wiesen und andere Gehölze gepflanzt sowie Kleingewässer in der Landschaft gefördert werden. Auf zahlreichen landwirt­schaftlichen Flächen wurden zur Erhöhung der Blütenvielfalt Blüh­streifen angelegt und Kornrade angesät. Bei vielen der Aktionen stand auch die Öffentlichkeits­arbeit im Vordergrund (abgeschlossene Projekte).

Natürlich gibt es auch schriftliche Informationen in Form von handlichen und praxisorientierten Info­mappen und Merkblättern, die von der Naturschutz­beratung für die Landwirte zusammen­gestellt werden.

Infomappen Naturschutz

 
 
 

Diese neun Infomappen zu verschiedenen Naturschutzhemen können hier bestellt werden.

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Es informiert Sie
Eva Meyerhoff
Tel: 04262 / 9593-62



Es informiert Sie
Birgit Petersen
Tel: 04262 / 9593-65


Aktuelle Termine:
Mo. 05.12.16 bis Mi. 07.12.16
ÖKOmenisches Gartenbauseminar


Naturschutzberatung bundesweit

Buchempfehlung:


Wir tun was für Bienen, Kosmos-Verlag, 2013, 16,99 €



Merkblätter:

Entscheidungshilfen für die Anlage von Hecken und vermittelt zahlreiche Tipps für die Planung, Pflanzung und Pflege.

Anregungen und Tipps für eine naturnahe Gestaltung - nicht nur - des Hofgeländes

Anregungen zur Förderung der Blütenvielfalt auf dem Acker

Bestellung



Flyer: Naturschutzberatung

 Flyer Naturschutzberatung.pdf


 
KÖN   Bahnhofstr. 15 b, 27374 Visselhövede, Tel. 04262 - 95 93 00
Fax. 04262 - 95 93 77, info [at] oeko-komp.de, www.oeko-komp.de
 

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