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Statistiken, Analysen, Marktberichte

Für Auftraggeber fertigen wir Expertisen, Analysen und Marktberichte an. Außerdem sind wir Herausgeber von Broschüren im Themenfeld Ökolandbau und ökologische Lebensmittelwirtschaft. Einmal im Jahr veröffentlichen wir die aktuellen Zahlen des Ökolandbaus in den „Marktdaten„.

Das Angebot

  • Daten bis auf Landkreisebene
  • Statistiken
  • Individuelle Aufbereitung
  • Bewertung von Entwicklungen
  • Expertisen und Marktberichte
  • Kartenerstellung für Ihre Daten

 

Daten zum Ökolandbau erfassen wir seit 1997. Dafür nutzen wir verschiedene regionale und überregionale Quellen. In Einzelfällen und im Auftrag führen wir eigene Erhebungen und Marktbefragungen durch. Daten fügen wir in Statistiken ein, die wir für Auftraggeber individuell aufbereiten und individuell grafisch darstellen, auch in geografischen Karten.

Eine wichtige Aufgabe ist es, diese Zahlen zum Ökolandbau auf Plausibilität zu prüfen und zu interpretieren. Dabei greifen wir auf unsere langjährige Erfahrung, Marktkenntnisse und Dokumentation der Entwicklung des Ökolandbaus zurück.

Aktualisiert am 12.7.2019

Der Ökolandbau in Niedersachsen wuchs von 2018 auf Mai 2019 in fast allen Landkreisen. Die Region Hannover hat mit einem Plus von 1.500 ha den größten Zugewinn an Ökofläche. Es folgen die Landkreise Lüchow-Dannenberg mit 1.200 Hektar und der Landkreis Lüneburg mit einem Gewinn von 1.050 Hektar.

Die Region Hannover gehört mit mehr als 100.000 Hektar landwirtschaftlicher Fläche zu den größten  Landkreisen, deshalb ist der prozentuale Flächenzuwachs nicht so deutlich wie in den kleineren Landkreisen. Hannover hat einen Ökoflächenanteil von 4,7 Prozent. Im Jahr zuvor waren es 3,6 Prozent. Der Landkreis Lüchow-Dannenberg – er ist nur etwa halb so groß wie die Region Hannover – konnte seine Ökofläche um zwei Prozentpunkte von 14,4 Prozent auf 16,4 Prozent vergrößern. Auch der Nachbarkreis Lüneburg stieg überdurchschnittlich von 8,7 Prozent im Vorjahr auf jetzt 10,5 Prozent.

Neben den Landkreisen Lüchow-Dannenberg und Lüneburg übertreffen auch der Heidekreis mit 12,0 Prozent Ökofläche und der Landkreis Osterholz mit 9,7 Prozent den Bundesdurchschnitt. Der liegt bei 9,1 Prozent. Niedersachsen hat einen Landesdurchschnitt von 4,2 Prozent. Über diesem Wert liegen insgesamt zwölf der 37 niedersächsischen Landkreise.

Die Landkreise Grafschaft Bentheim, Cloppenburg und Peine bilden die letzte Reihe beim Thema Ökolandbau. Die Ökoflächen wuchsen auch hier, sie bleiben jedoch auch 2019 unter einem Prozent. Aus der letzten Reihe aufgestiegen sind das Emsland, 1,1 Prozent, und der Landkreis Vechta mit 1,2 Prozent. Vechta konnte durch mehrere neue Bio-Betriebe seinen Flächenanteil von 2018 auf 2019 fast verdoppeln.

Nur ein einziger Landkreis in Niedersachsen verlor Flächenanteile. Holzminden hatte 2018 noch einen Anteil von 3,9 Prozent Ökofläche und rutscht jetzt zurück auf 3,7 Prozent. Der Grund sind Flächenverluste einzelner Betriebe. Die Anzahl der Bio-Betriebe im Landkreis blieb stabil.

Der Nordosten Niedersachsens hat einen Ökoflächenanteil, der sogar weit über dem Bundesdurchschnitt liegt.

Die Preise für Ackerland in Niedersachsen steigen, Grünlandpreise geben nach. Ackerland ist 2017 4,3 Prozent teurer, Grünland ist hingegen 0,9 Prozent günstiger als im Vorjahr. Dass der Durchschnittspreis für landwirtschaftliche Flächen dennoch gesamt um 4,7 Prozent höher liegt als 2016, hat einen Grund in den Preisen, die für Flächen bezahlt werden, die Bauland oder Kompensationsflächen werden. Zum Beispiel im Nordwesten Niedersachsens: Im Landkreis Wesermarsch. Dort werden die Planungen der A20-Trasse konkret. Auch Milchviehbetriebe wachsen. Die Ackerpreise in der Wesermarsch erhöhten sich um fast 25 Prozent.

Der Landkreis Vechta behält seine Spitzenposition bei den Preisen. Die Ackerlandpreise im Landkreis Vechta stiegen um rund neun Prozent, der Grünlandpreis um 114 Prozent. Ein Grund ist die intensive Tierhaltung und die Neuregelung der Düngeverordnung. Mit ihr steigt der Bedarf an Flächen für die Ausbringung von Wirtschaftsdünger und damit der Preis für diese Flächen.

In hochpreisigen Regionen ist der Ökolandbau schwach. In den Landkreisen mit hohen Ackerlandpreisen ist der Ökolandbau-Anteil gering. Vechta 0,7 Prozent; Cloppenburg 0,6 Prozent; Emsland 1,0 Prozent. Der Durchschnitt in Niedersachsen ist 3,9 Prozent. Hohe Kaufpreise ziehen hohe Pachtpreise nach sich. Weil die Tierhaltung im Ökolandbau an die Fläche gebunden ist, sind hohe Pachtpreise für umstellungsinteressierte Landwirte ein wirtschaftliches Risiko.

In den Ökolandbauregionen steigen die Preise deutlich. Im Nordosten Niedersachsens, im Wendland, ist der Anteil der Ökofläche am höchsten: Landkreis Lüchow-Dannenberg 14,4 Prozent und im Landkreis Lüneburg 8,7 Prozent. Sowohl die Acker- wie die Grünlandpreise sind im Nordosten Niedersachsens moderat. Doch sie stiegen von 2016 auf 2017 sehr deutlich. Ackerland wurde 14 bis 15 Prozent teurer, Grünland stieg zwischen 13 und 20 Prozent, im Landkreis Uelzen sogar um 27 Prozent.

Die Anzahl der Verkäufe landwirtschaftlicher Grundstücke in Niedersachsen geht zurück. Insgesamt nehmen die Landverkäufe ab. Im Jahr 2013 wurden 6.010 Mal Grundstücke verkauft. Im Jahr 2017 gab es nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen 5.032 Verkäufe. Insgesamt wechselten 2017 gut 33.000 Hektar den Besitzer.

Die Kaufpreise für Ackerland sind in den Regionen mit intensiver Viehwirtschaft im Westen Niedersachsens am höchsten. Die teuersten Ackerflächen liegen im Landkreis Vechta. Dort kostet der Hektar 98.700 Euro. Es folgen die Landkreise Cloppenburg mit 77.200 Euro und Osnabrück mit 76.600 Euro pro Hektar. Der Landesdurchschnitt beträgt 38.800. Die günstigsten Ackerflächen liegen im Wendland. Sie kosten zwischen 20.500 und 21.500 Euro pro Hektar.

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Ein Hektar Grünland kostete 2017 in Niedersachsen im Schnitt 20.200 Euro pro Hektar. Wie die Ackerlandpreise sind die Grünlandpreise im Westen Niedersachsens am höchsten. Und auch beim Preis für Grünland liegt der Landkreis Vechta ganz oben. Er ist mit 65.100 Euro pro Hektar drei Mal so hoch wie der Landesdurchschnittspreis. In der Grafschaft Bentheim wechselte der Hektar Grünland für mehr als 48.300 Euro den Besitzer. Am günstigsten ist Grünland in den Landkreisen Goslar, Holzminden, Northeim und Göttingen. Im Landkreis Goslar kostete der Hektar 8.000 Euro.

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Ackerland in Niedersachsen wurde um 4,3 Prozent teurer. Aber nicht überall. In 12 der 37 niedersächsischen Landkreise haben die Ackerkaufpreise 2017 nachgegeben. Das sind vor allem die Grünlandstandorte im Nordwesten des Landes und im Osten. Eine Ausnahme ist die Wesermarsch. Die Preise in den Landkreisen mit vergleichsweise niedrigem Preisniveau zogen 2017 stark an. So wurde Ackerland in den Landkreisen Harburg, Lüneburg und Lüchow-Dannenberg gegenüber 2016 rund 15 Prozent teurer.

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Die Grünlandpreise haben gegenüber dem Vorjahr um durchschnittlich 0,9 Prozent nachgegeben. Die Grünlandpreise sind in 15 niedersächsischen Landkreisen rückläufig, auch in den Grünlandstandorten im Nordwesten Niedersachsens. Deutlich – um 13 bis 27 Prozent und mehr – sind die Preise hingegen im Wendland gestiegen. Auch der Landkreis Uelzen musste einen starken Preisanstieg bei Grünland verkraften. Der Hektar Grünland stieg um gut 27 Prozent.

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Die Ökofläche in Niedersachsen hat einen Anteil von 3,9 Prozent an der gesamten landwirtschaftlichen Fläche. Hochburgen sind zum einen die Region im Nordosten des Landes, inklusive Wendland. Dort erreicht der Ökolandbau Spitzenwerte von 14,4 Prozent. Auch die Grünlandstandorte der Wesermarsch und der Landkreis Osterholz haben mit 6,5 und 8,9 Prozent einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Ökolandbau. In der Region mit intensiver Tierhaltung, dem Westen Niedersachsens, ist der Ökolandbau schwach. Die Landkreise Cloppenburg, 0,6 Prozent, Vechta, 0,7 Prozent, Emsland, 1,0 Prozent und die Grafschaft Bentheim, 0,8 Prozent, bilden die Schlusslichter. Auch im Landkreis Peine gibt es wenig Ökoland-Anteil an der Fläche.

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