Projektergebnisse
Wirtschaftszahlen der Öko-Geflügelhaltung Niedersachsen im Wirtschaftsjahr 2015/2016

Im Frühjahr 2017 wurden im Rahmen eines Projektes Daten von insgesamt 33 Öko-Geflügelbetrieben aus Niedersachsen für verschiedene Betriebszweigauswertungen (BZA) erfasst. In die Auswertungen gingen insgesamt 39 Öko-Geflügelställe ein. Als „Stall“ galt diejenige Einheit, für die ein Betrieb Daten lieferte.

Auch für Legehennen wurden Stallbeispiele und Übersichten veröffentlicht. Viele Altställe sind auch für die Geflügelhaltung geeignet und der Aufwand für den Umbau hält sich in Grenzen. In den Beispielen erläutern Öko-Legehennenhalter aus Niedersachsen, wie sie ihren alten Stall neu nutzen. Darunter sind interessante Einzellösungen und Tipps für die Auslaufgestaltung sowie Erfahrungen mit Mobilställen.

Aktualisiert am 11.5.2020

Hähnchenställe, 6 Seiten, » kostenlos herunterladen (pdf, 0,5 MB).

Putenställe, 5 Seiten, » kostenlos herunterladen (pdf, 0,5 MB).

Mobilställe

Direktvermarktung, 2 Seiten, » kostenlos herunterladen (pdf, 1 MB).
Auf Rädern, 2 Seiten, » kostenlos herunterladen (pdf, 1 MB).
Auf Kufen, 2 Seiten, » kostenlos herunterladen (pdf, 1 MB).
Erfahrungen, 2 Seiten, » kostenlos herunterladen (pdf, 1 MB).

Legehennenställe

Einfache Technik, 2 Seiten, » kostenlos herunterladen (pdf, 1 MB).
Umgebauter Kuhstall, 2 Seiten, » kostenlos herunterladen (pdf, 1 MB).
KAT-Packstelle, 2 Seiten, » kostenlos herunterladen (pdf, 1 MB).
Übersicht Stalltypen, 2 Seiten, » kostenlos herunterladen (pdf, 1 MB).
Neubau für 12.000 Hennen, 2 Seiten, » kostenlos herunterladen (pdf, 1 MB).
Renovierung Legehennenstall, 2 Seiten, » kostenlos herunterladen (pdf, 1 MB).

Kleine Legehennen-Betriebe vermarkten überwiegend selbst. Sie erzielen damit einen deutlich höheren Eierpreis als Betriebe, die an eine Packstelle liefern. Den höheren Erlös brauchen sie auch, um den deutlich höheren Arbeitsaufwand und die Vermarktungskosten zu decken.

Das Futter der Öko-Anbauverbände ist deutlich teurer als Futter, das nach EU-Öko-Richtlinien hergestellt wird. Diese Mehrkosten müssen Betriebe, die Mitglied in einem Öko-Anbauverband sind, durch einen höheren Eierpreis decken.

Die Öko-Eier-Produktion im Mobilstall bedeutet eine geringere Legeleistung, einen geringeren Anteil vermarktungsfähiger Eier, mehr Arbeit und höhere Finanzierungskosten als in der Öko-Eier-Produktion im vergleichbaren stationären Stall. Der Tierplatz im Mobilstall ist mit mindestens 100 Euro deutlich teurer als der Tierplatz im stationären Stall. Besonders Betriebe dieser BZA, deren Mobilstall noch nicht abgeschrieben war – angesetzt war ein Zeitraum von zwölf Jahren – hatten Schwierigkeiten, in die schwarzen Zahlen zu kommen. Der Mobilstall lohnte sich nur in der Direktvermarktung, da nur dort ausreichend hohe Eierpreise erzielt werden konnten. Die stationären Ställe mit bis zu 6.000 Tieren dieser BZA waren umgebaute Altställe und schon abgeschrieben.

Die Vermarktung der Öko-Masthähnchen erfolgte über den Großhandel im Elf-Wochen-Rhythmus und ist hier gerechnet im Ein-Stall-Verfahren, also Aufzucht und Mast in einem Stall. Das Ergebnis lässt sich mit zwei Ställen optimieren, wenn die Tiere vorgezogen werden und in der fünften Lebenswoche in den Maststall umgesetzt werden. In der Direktvermarktung lässt sich eine Direktkostenfreie Leistung von 2,91 Euro/Tier netto erzielen, bei einem deutlich höheren Arbeitsaufwand.

Auf die Stallfläche bezogen ist die Öko-Eierproduktion wirtschaftlich interessanter als die Geflügelmast. Allerdings sind die Stallbaukosten in der Legehennenhaltung erheblich höher.

In Niedersachsen gab es 2016 genauso viele Öko-Legehennenhalter mit weniger als 3.000 Tieren wie Betriebe mit größeren Beständen.

Im Jahr 2016 wurden mit der Agrarstrukturellen Erhebung zum ersten Mal Öko-Tierzahlen in Niedersachsen erfasst. Der Ökoanteil des Mastgeflügels in Niedersachsen liegt zwischen 0,6 Prozent (Hähnchen) und 0,8 Prozent bei den Puten.

Aus dem Projekt „Umstellung im Bio-Geflügelbereich erleichtern: Erstellung von Betriebszweiganalysen und eines Managementhandbuchs“, Projektlaufzeit 15. September 2016 bis 31. Dezember 2017, gefördert vom Land Niedersachsen, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Abfrage und Auswertung der Daten: Milena Schulz und Annette Alpers, Naturland-Fachberatung.

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