Betriebsvergleich 2018/2019
Bio-Betriebe in Niedersachsen im Vierjahresvergleich

Regelmäßig lässt das KÖN Buchabschlüsse von niedersächsischen Öko-Betrieben erfassen und auswerten. Für die Auswertung wird immer ein Vier-Jahres-Zeitraum betrachtet. Dabei wird zwischen Öko-Milchviehbetrieben und Öko-Ackerbaubetrieben unterschieden. Die Daten können Orientierung geben und als Hinweise für die eigene Betriebsentwicklung dienen. Alle Preise sind Bruttopreise. In der Auswertung der Buchabschlüsse aus dem Wirtschaftsjahr 2017/18 wurden insgesamt 102 Betriebe einbezogen. Die Datenbasis bezieht sich auf alle Betriebstypen unabhängig vom Betriebsschwerpunkt. Es handelt sich um 66 identische Betriebe über einen Zeitraum von vier Jahren.

Aktualisiert am 2.11.2020

Anteil der Kulturen an der Landwirtschaftlichen Fläche

Betriebsgröße fast unverändert. Die Öko-Betriebe in Niedersachsen sind im Durchschnitt nur wenig gewachsen. Mit 151 ha landwirtschaftlicher Fläche bewirtschafteten sie im Wirtschaftsjahr 2018/2018 vier Hektar mehr als im Vorjahreszeitraum. 83 Hektar sind Ackerland. Die Ackerfläche wuchs seit 2015/2016 um drei Prozent.

Bio-Getreide und –Grobleguminosen, Erntemenge und Preise

Druschfrüchte schwächeln. Die Erträge der Druschfrüchte waren 2018 deutlich unter den Erträgen der Vorjahre. Es gab vermehrt Totalausfälle. Die Erträge der Grobleguminosen waren im Schnitt mit 22 dt/ha 22 Prozent unter den Vorjahreserträgen. Die Erzeugerpreise verharrten mit 49 €/dt auf dem Niveau des vierjährigen Durchschnitts Getreide erreichte Erträge mit 32 dt/ha, die rund zwölf Prozent unter dem Niveau des Vorjahres lagen. Die Preise für Getreide lagen mit 40 €/dt leicht über dem Vierjahresschnitt.

Bio-Kartoffeln, Erntemengen und Preise

Kartoffeln auf Achterbahnfahrt. Mit einem Ertrag der Bio-Kartoffeln in Höhe von 210 dt/ha wurde in der Ernte 2018 ein durchschnittliches Ergebnis erzielt. Der Preis war mit 51 €/dt Kartoffeln jedoch unter dem Niveau des vierjährigen Mittels von 53 €/dt.

Arbeitskräfte pro 100 Hektar

Keine Veränderung bei der Anzahl der Arbeitskräfte: Auf den für diese Ergebung ausgewerteten Betrieben haben im Mittel der vergangenen vier Wirtschaftsjahre 2,83 Arbeitskräfte je 100 ha Landwirtschaftlicher Fläche gearbeitet. Darin sind auch die Familienarbeitskräfte berücksichtigt. Nicht enthalten sind zum Beispiel Hackkolonnen, die über den Maschinenring eingesetzt werden. In den vergangenen vier Jahre hat sich trotz leicht steigender Fläche die Anzahl der Arbeitskräfte nicht verändert.

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