Betriebsergebnisse
Bio-Betriebe in Niedersachsen im Vierjahresvergleich
Kaum Wachstum in der Fläche

Regelmäßig lässt das KÖN Buchabschlüsse von niedersächsischen Öko-Betrieben erfassen und auswerten. Für die Auswertung wird immer ein Vier-Jahres-Zeitraum betrachtet. Dabei wird zwischen Öko-Milchviehbetrieben und Öko-Ackerbaubetrieben unterschieden. Die Daten können Orientierung geben und als Hinweise für die eigene Betriebsentwicklung dienen. Alle Preise sind Bruttopreise. In der Auswertung der Buchabschlüsse aus dem Wirtschaftsjahr 2017/18 wurden insgesamt 93 Betriebe verrechnet. Die Datenbasis bezieht sich auf alle Betriebstypen unabhängig vom Betriebsschwerpunkt. Es handelt sich um 79 identische Betriebe über einen Zeitraum von vier Jahren.

Aktualisiert am 17.10.2019

Anbauverhältnis. Die Betriebe sind im Durchschnitt in den vergangenen vier Jahren kaum gewachsen. Mit 148 ha bewirtschaften sie vier Hektar mehr als im Vorjahr. Davon waren 84 ha Ackerland. In dem Vier-Jahres-Zeitraum hat es nur eine geringe Erweiterung der Ackerfläche um insgesamt zwei Prozent gegeben. Das spiegelt wider, dass es schwieriger geworden ist, Pachtflächen zu bekommen oder zu behalten.

Druschfrüchte. Die Getreideerträge 2017 bewegten sich mit 37 dt pro Hektar etwas über dem Niveau des Vorjahres. Die Erträge der Leguminosen sind im Schnitt mit rund 28 dt pro Hektar auf Höhe des Vorjahres. Die Preise für Getreide lagen mit 41 Euro pro dt – Grobleguminosen 49 Euro pro dt – über dem vierjährigen Durchschnitt.

Hackfrüchte. Mit einem Kartoffelertrag von 172 dt pro Hektar war die Ernte 2017 unterdurchschnittlich. Der Preis lag mit 46 Euro pro dt deutlich unter dem Niveau des vierjährigen Mittels von 51 Euro pro dt.

Arbeitskräfte. Im Mittel der vergangenen vier Wirtschaftsjahre haben je 100 ha LF 2,81 Arbeitskräfte auf den Betrieben gearbeitet. Darin enthalten sind auch die Familienarbeitskräfte. Nicht enthalten sind zum Beispiel Hackkolonnen, die über den Maschinenring eingesetzt werden. Mit steigender Fläche hat sich der Arbeitskräftebesatz in den vergangenen Jahren nicht geändert.

Entwicklung der Milchvieh-Futterbaubetriebe von 2015 bis 2018

Für die Betrachtung der Entwicklung der Milchvieh-Futterbaubetriebe wurden Daten von 31 identischen Bio-Betrieben dem Vierjahresvergleich unterzogen

Merkmal 2014/15 2015/16 2016/17 2017/18
Landwirtschaftliche Fläche (LF) 125 ha 124 ha 124 ha 126 ha
Hauptfutterfläche 105 ha 106 ha 107 ha 106ha
Dauergrünlandfläche 76 ha 81 ha 81 ha 81 ha
Ackerfläche zur Ernte 46 ha 43 ha 44 ha 44 ha
Ackerfutter gesamt (% Ackerfl.) 63 % 58 % 60 % 55 %
Silomais (% der Ackerfläche) 12 % 15 % 12 % 10 %
Getreide (% der Ackerfläche) 29 % 34 % 29 % 34 %
Körnerleguminosen (% Ackerfl.) 5 % 6 % 6 % 7 %

Fläche der Michvieh-Futterbaubetriebe. Die Größe der landwirtschaftliche Fläche hat sich in den vergangenen vier Jahren kaum verändert. Die Grünlandfläche hat im Schnitt um zwei Hektar zugenommen. Der Anteil Silomaisanbau an der Ackerfläche ist konstant, der gesamte Ackerfutterbau rückläufig.

Kühe auf dem Milchvieh-Futterbaubetrieb. Die durchschnittliche Anzahl von Milchkühen je Betrieb ist innerhalb der vergangenen vier Jahre von 101 Kühe auf 105 Kühe angestiegen. Auch die Milchleistung je Kuh ist leicht gestiegen. Der Milchpreis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um knapp 0,5 Cent pro Kilogramm erhöht. Er liegt 1,05 Cent über dem Stand von vor vier Jahren.

Die Auswertung wurde vom Land Niedersachsen, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstützt.
Abfrage und Auswertung der Daten: Dr. Otto Volling

Menü