Projekt
Optimierung von Verfahren zur Anlage mehrjähriger Blühstreifen mit gebietsheimi­schen Wildpflanzen und Entwicklung standortangepasster Samenmischungen unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen des Ökolandbaus

Im Rahmen von Vorgängerprojekten wurden vom Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen Vorschläge für die Verwendung gebietsheimischer Wildpflanzen zur Ansaat in mehrjährigen Blühstreifen erarbeitet. Der Erfolg und die Auswirkungen von Pflegemaßnahmen sind in einem Vorprojekt über ein Jahr lang untersucht worden. In diesem Folgeprojekt werden die Praxisversuche fortgeführt, um Ergebnisse aus mehrjähriger Blühflächenentwicklung zu bekommen.

Ziel:
Empfehlungen für die Anwendung der Samenmischung und für die Pflege der Flächen und für mögliche Verbesserungen der Saatmischungen.

Aufgaben:
Fortführung der Praxisversuche zu Samenmischung  BS2 und einer optimierten Mischung unter verschiedenen Pflegevarianten und auf verschiedenen Böden. Untersuchung von

  • Gesamtdeckungsgrad
  • Deckungsgrad der ausgesäten Arten
  • Deckungsgrad der Beikräuter
  • Vorkommen von Problemunkräutern
  • Bestandshöhe
  • Strukturvielfalt
  • Optik
  • Blühaspekte der Mischungen

 

Kooperationspartner: Hochschule Osnabrück, Fakultät Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur

Projektlaufzeit: 1.4.2017 bis 31.12.2020

Gefördert vom Land Niedersachsen, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Aktualisiert am 9.1.2020

Projektchronik

Mai 2015: Aussaat

Jährlich Mai bis Oktober: vier bis fünf Begehungen der Flächen zur Aufnahme der Vegetationsmerkmale. Jährlich September: Mulchen der jeweiligen Versuchsparzellen

Erkenntnisse aus den Versuchsjahren 2015 bis 2019:

Auf anmoorigen, feuchten Flächen:

  • Deckungsgrad und Blühaspekt waren im ersten Jahr sehr gut
  • hohe Etablierungsrate der angesäten Arten
  • seit dem zweiten Standjahr Zunahme der Gräser, auch von Wurzelunkräutern wie Acker-Kratzdistel und Brennnessel, Abnahme der Deckungsgrade der Blühmischung und der Blüten
  • große Strukturvielfalt, damit gute Deckung für Wildtiere wie Rehe und Hasen, viele Heuschrecken und Falterraupen

Auf sandigen Flächen:

  • Deckungsgrad und Blühaspekt im ersten Jahr nicht so hoch wie auf den anmoorigen Standorten
  • hohe Etablierungsrate angesäter Arten
  • ab dem zweiten Standjahr sehr hohe Deckungsgrade der Blühmischung und der Blüten, kaum Problemunkräuter
  • insgesamt etwas lichtere Bestände als auf den anmoorigen Standorten, damit auch Potenzial für Ackerwildkräuter, Wildbienen, Brutbedingungen für Feldvögel auch im zweiten und dritten Jahr
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