Projekt
Produktionsintegrierte Kompensation mit ökologischem Landbau – Entwicklung und Kommunikation praxisgerechter Poollösungen (PIK mit Ökolandbau)

Wenn Landwirte auf Ökolandbau umstellen, können sie damit Bauvorhaben kompensieren. Dabei bleiben ihre Kompensationsflächen in der Bewirtschaftung. Die Höhe und Staffelung der Ausgleichzahlung wird zwischen den Vertragspartnern ausgehandelt. Seit 2010 betreut, begleitet, entwickelt und fördert das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen Produktionsintegrierte Kompensation (PIK) mit Ökolandbau.

Ziel:
Produktionsintegrierte Kompensation (PIK) mit Ökolandbau praxistauglich gestalten.

Aufgaben:

  • Weiterentwicklung von Praxisbeispielen
  • Sondierung und Ausbau von Kooperationen
  • Entwicklung von Konzepten für Verträge
  • Entwicklung von Finanzierungsmodellen
  • Kostenkalkulation
  • Evaluierung von Praxisbeispielen
  • Weiterentwicklung von Qualitätssicherungsmodellen
  • Kommunikation der Erfahrungen und Ergebnisse

Aktualisiert am 14.12.2018

Projektlaufzeit: 1.6.2018 bis 31.5.2020

Gefördert vom Land Niedersachsen, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Öko-Landwirtschaft statt Flächenstilllegung – Ausgleichszahlung statt Umstellungs- und Beibehaltungsförderung

Wenn Häuser, Ställe und Windenergieanlagen gebaut werden, Straßen oder Gewerbegebiete entstehen, müssen Kompensationsflächen ausgewiesen werden. Sie sollen den Eingriff in die Natur ausgleichen. Die Kompensationsflächen werden oft wieder bewaldet oder für andere Naturschutzziele aus der landwirtschaftlichen Nutzung genommen. Produktionsintegrierte Kompensation (PIK) mit Ökolandbau kann diesem „Flächenverbrauch“ von Ackerland entgegenwirken. Dabei werden die zur Kompensation vorgesehenen Flächen auf Ökolandbau umgestellt und können darüber hinaus durch weitere Naturschutzmaßnahmen aufgewertet werden. Sie können vom Landwirt – dann nach ökologischen Richtlinien – weiterhin bewirtschaftet werden.

Die Umstellung durch PIK mit Ökolandbau bedeutet für den Landwirt: Er stellt seinen Betrieb dauerhaft auf ökologische Bewirtschaftung um. Diese Verpflichtung ist bindend für den Landwirt und seine Nachfolger. Sie wird im Grundbuch eingetragen. Im Gegenzug erhält der Landwirt 30 bis maximal 50 Jahre lang Ausgleichzahlungen. Die Summe und die Staffelung der Auszahlung wird verhandelt. Diese finanzielle Flexibilität ist für Landwirte interessant, wenn zum Beispiel größere Anschaffungen anstehen. Doppelförderung allerdings ist ausgeschlossen. Öko-Prämien wie die Umstellungsförderung und Beibehaltungsförderung kann ein Betrieb, der über PIK mit Ökolandbau umstellt, nicht beantragen.

Zum ersten Mal wurde PIK durch Ökolandbau in Niedersachsen in der Grafschaft Bentheim umgesetzt. Dabei hat das KÖN den Prozess angestoßen und begleitet. Im Informationsdienst Naturschutz des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) wird PIK durch Ökolandbau seit 2015 empfohlen.

Das Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) ist bundesweit die einzige Einrichtung, die zu PIK durch Ökolandbau berät und diese Prozesse fachlich begleitet. Seit 2010 arbeitet das KÖN an dem Thema.

Schwerpunkte der Arbeit sind neben der Bearbeitung theoretischer Grundlagen die Begleitung von PIK durch Ökolandbau in der Praxis. Darüber hinaus ist eine Aufgabe, die Akzeptanz von PIK durch Ökolandbau bei Landkreisen, Flächenagenturen, Planungsbüros, Umweltverbänden und Landwirten zu fördern und in der Naturschutzberatung bekannter zu machen.

Broschüre „Produktionsintegrierte Kompensation mit ökologischem Landbau – Fragen und Antworten“,
12 Seiten, KÖN, 2016, » PDF öffnen (0,8 MB).

Broschüre „Artspezifische PIK-Maßnahmen im ökologischen Landbau – Arbeitshilfe“,
24 Seiten, KÖN, 2016, » PDF öffnen (1,0 MB).

Sonderdruck aus „Naturschutz und Landschaftsplanung“,
16 Seiten, 2012, » PDF öffnen (3,6 MB).

Fachveröffentlichung im Informationsdienst Naturschutz des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft-, Küsten und Naturschutz (NLWKN), 2015, » www.NLWKN.de/Naturschutz.

Film „Ökolandwirtschaft soll ökologische Vielfalt bieten“, Itterbeck, 7.7.2014 von » www.ev1.tv.

Steckbriefe über landwirtschaftliche Maßnahmen zum Schutz von Brutvögeln

» Vögel (PDF, 2 MB)

» Feldlerche (PDF, 0,2 MB)

» Grauammer (PDF, 0,2 MB)

» Großer Brachvogel (PDF, 0,3 MB)

» Heidelerche (PDF, 0,2 MB)

» Kiebitz (PDF, 0,2 MB)

» Neuntöter (PDF, 0,2 MB)

» Ortolan (PDF, 0,2 MB)

» Rebhuhn (PDF, 0,3 MB)

» Rotmilan (PDF, 0,2 MB)

» Turteltaube (PDF, 0,2 MB)

» Wachtel (PDF, 0,3 MB)

» Wachtelkönig (PDF, 0,3 MB)

» Wiesenweihe (PDF, 0,3 MB)

Steckbriefe über landwirtschaftliche Maßnahmen zum Schutz von Feldhamstern, Amphibien und Ackerwildkräutern

» Feldhamster | Amphibien | Ackerwildkräuter (PDF, 0,6 MB)

» Feldhamster (PDF, 0,2 MB)

» Amphibien (PDF, 0,2 MB)

» Ackerwildkräuter (PDF, 0,2 MB)

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