Projektergebnisse
Mehrjährige Blühstreifen auf zwei Standorten im Test

Aktualisiert am 17.10.2022

Mehrjährige Blühstreifen wurden zwischen 2015 bis 2020 auf zwei verschiedenen Standorten geprüft. Ziel war es, zu erkennen, wie sie sich über fünf Jahre auf den Standorten entwickeln und ob sich daraus Anregungen für die Verbesserungen der Saatmischungen ergeben können. Weil im Ökolandbau keine Totalherbizide verwendet werden, wurde auch die Frage behandelt, ob nach dem Umbruch des Blühstreifens Problemarten auftraten.

Sandige Böden und feuchte Böden

Im Frühjahr 2015 wurden zwei verschiedene BS2-Saatmischungen auf vier Flächen ausgesät. Zwei Flächen waren trockene Standorte auf sandigem Boden. Zwei weitere Flächen hatten Gleyböden zum Teil mit Erd-Niedermoorauflage und waren deutlich feuchter.

Die BS2-Blühmischungen bestanden aus rund 20 heimischen Wildpflanzenarten und zwölf bzw. 13 Kulturpflanzenarten. Die Kulturpflanzenarten der Mischungen sind einjährig und blühten schon im Jahr der Aussaat. Sie wurden in den darauffolgenden Jahren von den langsamer wachsenden Wildpflanzen der Mischungen verdrängt. Zwischen 85 und 95 Prozent der Wildpflanzen setzten sich in den Versuchen durch. Wiesenkerbel und Wiesen-Bärenklau sowie Knotige Braunwurz, Rainkohl und Dill hatten es allerdings sehr schwer.

Schnelle Erholung nach dem Regen

Die Jahre 2018 und 2019 waren ungewöhnlich trocken mit deutlichen Auswirkungen auch auf die Blühfläche. Auf den sandigen Standorten litten verschiedene Wildpflanzen unter den extremen Bedingungen, aber sie erholten sich mit dem einsetzenden Regen wieder.

Das Projekt „Optimierung von Verfahren zur Anlage mehrjähriger Blühstreifen mit gebietsheimischen Wildpflanzen und Entwicklung standortangepasster Samenmischungen unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen des Ökolandbaus“ wurde vom Land Niedersachsen, Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, gefördert. Das Projekt wurde von Birgit Petersen betreut.

Abschlussbericht

www.oeko-komp.de/wp-content/uploads/2022/10/Mehrjaehrige-Bluehstreifen-KOeN.pdf

Der 46-seitige Bericht kann bis zum 31.12.2026 heruntergeladen werden.